Bundesopiumstelle genehmigt zum ersten Mal Hanf gegen multiple Sklerose

Vor einigen Wochen erlaubte die Bundesopiumstelle in Bonn zum ersten Mal die Ausgabe von Cannabis (im Volksmund besser als Hanf bekannt) an einen Patienten, der unter multipler Sklerose leidet. Dass die Verwendung von Hanf als wirksames Medikament zunehmend und auch öffentlich diskutiert wird, wurde kürzlich auf der „4th Conference on Cannabinoids in Medicine“ in Köln deutlich. Demnach scheint die Anwendung von Hanf weitere klinische Forschungen zu rechtfertigen. Allein, das Potenzial der 70 verschiedenen aus Hanf isolierten Substanzen verweist nicht nur auf zukünftig profitable Märkte für die Pharmaindustrie. Forschungsergebnisse aus Kalifornien, England, Italien und der Schweiz markieren auch die Gratwanderung zwischen therapeutischem Neuland und einer im nationalen Einzelfall „flexiblen“ Ausgestaltung der Illegalität.

3 Gedanken zu „Bundesopiumstelle genehmigt zum ersten Mal Hanf gegen multiple Sklerose

  1. Roland Haderer

    …“das Potential der 70 verschiedenen aus Hanf isolierten Substanzen verweist nicht nur auf zukünftig profitable Märkte für die Pharmaindustrie. Forschungsergebnisse aus Kalifornien,England, Italien und der Schweiz markieren auch die Gratwanderung zwischen therapeutischem Neuland und einer im nationalen Einzelfall „flexiblen“ Ausgestaltung der Illegalität.“
    Sicherlich – ês geht nicht darum, irgendwelchen Kranken zu helfen, sondern das Ganze kann erst anlaufen, wenn es genügend Profit gibt. Der Grund auch dafür, warum z.B. Strophantin trotz bester Referenzen nicht als Mittel gegen Herzinfarkt verwendet wird.

  2. MSChris

    Hallo zusammen,

    bei mir wurde die MS 2001 festgestellt. Ich hatte dann bis 2003 insgesamt vier Schübe (rechtes Auge, Gleichgewichtssinn, Unsicherheit in der rechten Körperhälfte und das übliche).

    Mir wurden von verschiedenen Seiten und auch von Ärzten und Pflegepersonal (natürlich inoffiziel) Cannabis empfohlen. Seit dem rauche ich regelmäßig. Seitdem habe ich auch keinen Schub mehr.

    Was Vorteile bringt, hat meist auch Nachteile:
    Der dauerhafte Konsum von Cannabis führt zu Beeinträchtigungen des Kurzzeitgedächtnisses. Deshalb wäre genauere und tiefergehende Studien notwendig, um mit dem Präparat Cannabis auch sinnvoll umzugehen und die auch richtig zu dosieren.

    Ich hoffe, das endlich die Vorzüge der Marihuanna-Pflanze nicht nur wissenschaftlich und wirtschaftlich erkannt werden(auch aus umweltpolitischen Gründen), sondern auch von der Politik nicht weiter unnötig illegalisiert wird und dem Steuerzahler unnötige Kosten für Polizei und Gerichtsverfahren (die sowieso meist wegen Geringfügigkeit wieder eingestellt werden) über das Verbot nachzudenken.

    hier ein Auszug aus eine Artikel von Dr. Nedelmann, Artikel Deutsches Ärzteblatt

    Das Beispiel Holland zeigt, was passiert, wenn nicht nur der unmittelbare Konsum, sondern auch der Handel von Cannabis freigegeben wird: Dort gibt es Coffeeshops, wo der Verkauf kleiner Mengen geduldet wird. Die Zahl der Cannabis-Konsumenten ist dadurch nicht – wie vielfach befürchtet – gestiegen, sondern sogar zurückgegangen.

    Kommentar MSChris:
    Wenn ich selber die Möglichkeit hätte, in einem Coffee-Shop, oder wenn die Legalisierung nur auf kranke Menschen greift, in einer Apotheken Marihuana käuflich zu erwerben, wäre ich nicht gezwungen immer etwas mehr daheim zu haben. Denn der Kauf meiner Medizin ist illegal. Ich will aber nicht darauf verichten. Denn ich habe weder Lust im Rollstuhl zu sitzen oder Blind zu werden. Und noch weniger möchte ich als Erwachsener in einem frühkindlichen Geisteszustand sein. Lieber würde ich es in Kauf nehmen, illegal ranzukommen und Strafe zu zahlen und diese evtl. auch abzusitzen. Ich hab leider nur den einen Körper zur Verfügung. Ich hoffe das die Politik diese Einzelschicksale (Menschen mit Krebs, Aids und etwa MS) berücksichtigt und sie nicht weiter zwingt in einer halbillegalität zu leben, würde nicht nur diesen Menschen geholfen sondern auch wieder ein Stück Vernunft in das deutsche Gesetz getragen.

    Ein weiterer Vorteil aus dem Artikel des Deutschen Ärzteblatt:

    Obwohl die Märkte für weiche und harte Drogen weitgehend getrennt sind, ist auch die Zahl der Konsumenten harter Drogen zurückgegangen. Die Zahl der Drogentoten ist gesunken.
    Wer sich illegal Drogen besorgt, muss zwangsläufig mit Dealern handeln. Bei solchen Kontakten entstehen oft auch so etwas wie Freundschaften. Dealer verkaufen eben nicht nur Marihuana. Der Gewinn für harte Drogen ist doch beträchtlich besser. Dadurch kommen Konsumenten illegaler weicher Drogen auch in Kontakt mit harten Drogen. Eindeutig ein nicht unerheblicher Nachteil.

    Zurück nach Deutschland:

    1971 hat der Gesetzgeber Cannabis dem Betäubungsmittelgesetz mit dem Argument unterstellt, „es wäre nicht zu verantworten, die Droge jetzt frei zu geben“; man erwartete jedoch aufgrund medizinischer Forschung, „dass man in etwa fünf Jahren zu konkreteren Ergebnissen gelangen wird.“

    1994 hielt das Bundesverfassungsgericht daran fest, das Cannabis-Verbot vor dem Grundgesetz mit medizinischen Argumenten zu verteidigen, und schrieb in der Begründung: „Obwohl sich … die von Cannabisprodukten ausgehenden Gesundheitsgefahren aus heutiger Sicht als geringer darstellen, als der Gesetzgeber bei Erlass des Gesetzes angenommen hat, verbleiben dennoch auch nach dem jetzigen Erkenntnisstand nicht unbeträchtliche Gefahren und Risiken.“

    Aber:
    Im Rahmen des gelegentlichen oder regelmäßigen Freizeitkonsums, selbst wenn er die Frequenz von zweimal pro drei Tagen erreicht, entsteht durch Cannabis keine Sucht und keine Abhängigkeit und ist mit gesundheitlichen Schäden nicht zu rechnen. Dieses Fazit der Wissenschaft steht fest. Wird Cannabis exzessiv konsumiert, entstehen außer Toleranz-Erscheinungen keine Zeichen einer Sucht. Entsteht eine Abhängigkeit, kann sie leichter überwunden werden als beim Alkohol; denn die Entzugssymptome sind flüchtig und klingen innerhalb von Stunden, höchstens von Tagen ab. Es gibt keine somatischen Befunde von Belang. Die psychischen Befunde, die bisher in der medizinischen und dann auchin der juristischen Cannabis-Diskussion die Hauptrolle gespielt haben, sind widerlegt oder so sehr relativiert worden, dass sie als Gesundheitsgefahren, die der Gesetzgeber respektieren müsste, nicht in Frage kommen. Löst Cannabis Psychosen aus? Neuere Studien fanden keine Hinweise für eine charakteristische Psychopathologie bei Cannabis-Konsumenten, die die Diagnose einer eigenständigen „Cannabis-Psychose“ rechtfertigen würden.

  3. Israel Delaporte

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